Savage Dragon #1 (Zauberstern)
Der kleine Zauberstern-Verlag war mir zwar von Anfang an Sympathisch, aber Geld ist ja endlich und ich habe auch nicht an allen Reihen des Programms Interesse. Der Savage Dragon hat mich zuerst auch gar nicht gezogen. Diesen Image-Serien der 90er, die hauptsächlich auf coole Sprüche und leichtbekleidete Girls mit überbordender Oberweite setzen, kann ich in der Regel nur bedingt was abgewinnen. Als die ersten Zauberstern-Ausgaben dann aber recht gut besprochen wurden und ich mitbekam, dass der Dragon bereits seit 1992 von seinem Schöpfer Erik Larsen selbst geschrieben UND gezeichnet wird, wurde ich hellhörig, denn so eine langlebige „Autorencomic“-Reihe ist doch eher selten. Als mit dann noch ein günstiges Angebot für die ersten sechs Ausgaben ins Auge sprang beschoss ich, einen Blick zu riskieren.
Ein cooler, rätselhafter Start, der die Origin des Helden erstmal im dunklen lässt, führt zu einer Reihe Actiongeladener Stories voller Superschurken, leichtbekleideter Girls mit mächtig Oberweite, coolen Sprüchen und reichlich Splash-Pages, also alles wie erwartet.
Der Dragon selbst, der aufgrund seines Freundes und „Ziehvaters“ schnell zum Cop gegen Superschurken wird, ist allerdings ein grundsympathischer Charakter, was wichtig für den Zugang ist und insgesamt schon für Spaß an der Serie sorgt. Die legt ein ordentliches Tempo mit nicht allzu viel Tiefgang vor, was die Erzählung teilweise sprunghaft wirken lässt, außerdem ist das Artwork zwar ausdrucksstark, aber für die Größe nicht gemacht, was man schon deutlich merkt. Zum Glück weiß ich jetzt schon, dass sich Larsen dahingehend aber zügig weiterentwickelt.
VG, God_W.




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